Die Kunst zu verzeihen

Wie schon in einem meiner letzten Blogs erwähnt – am Dienstag, den 1.2.2022 darf ich wieder ein Seminar zu einem Herzensthema halten: Die Kunst zu verzeihen.

Falls du noch am überlegen bist, ob dieses ANIMA Spezialseminar für dich interessant ist, möchte ich dir erzählen, warum es zu meinem Herzensthema wurde. Meine persönliche Geschichte sozusagen, meine Gedanken dazu und somit auch ein Stück meiner Weltanschauung:

So gut wie mein ganzes Leben, habe ich mit meinen Eltern zusammen – zwar in getrennten Einheiten – aber dennoch unter einem Dach gelebt. Dies war und ist nicht immer einfach gewesen. Allerdings kein Nachteil ohne Vorteil – wie einer meiner Mentorinnen schon vor vielen Jahren zu mir gesagt hat: „Susanne, sei froh! Du bekommst jeden Tag einen Spiegel vorgehalten und kannst so entscheiden, was du für dein eigenes Leben anders machen möchtest.“

Auch wenn es nicht immer einfach ist ein Muster zu erkennen und dann auch noch zu durchbrechen – aber ich übe mich darin – jeden Tag aufs Neue. Fest steht – viele Konflikte in meiner Familie haben damit zu tun, dass es keinen Raum und keine Möglichkeit für Versöhnung gab. Alter Groll, emotionale Verletzungen, subjektiv empfundene Ungerechtigkeiten, Lieblosigkeiten, Vertrauensbrüche, uvm wurden verdrängt,  ins „Eck gestellt“, und so Jahr über Jahr mitgeschleppt. Manchmal kam das eine oder andere als Vorwurf und Anklage wieder zum Vorschein – aber es wurde nie besprochen und schon gar nicht bereinigt oder vergeben.

Wobei das nicht nur Verletzungen betrifft, die man einander zugeschrieben hat, sondern auch jene, die man sich selbst zufügt oder solche, wo man denkt, das Leben hätte einen „ungerecht behandelt“. So durften Wunden und Verletzungen nie heilen. Im Gegenteil – im Laufe der Jahre kamen noch täglich neue dazu.

Wenn man in so einem Teufelskreis steckt, wenn Herz und Seele schon ganz wund sind und das eigene Nervenkostüm so blank ist, dass man alles als Kritik und Verletzung empfindet, dann darf man sich durchaus mal die Frage stellen: Sind tatsächlich immer „andere“ an meiner Situation oder an meinen Gefühlen schuld? Ist das Leben wirklich ungerecht oder unfair?

In solchen Zeiten lohnt es sich, sich ein wenig mit sich selbst zu beschäftigen, in sich zu gehen und die eigenen Gedankenmuster anzuschauen.

Oft kann dies ein Hinweis darauf sein, dass man nicht wirklich bereit ist, selber Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.
  • Dann können diese Fragestellungen hilfreich sein:
    • Will ich das wirklich? Will ich tatsächlich jemand anderen zumuten, die Verantwortung für meine Gefühle – womöglich mein Leben – zu übergeben?
    • Und wenn ja – steht mir das überhaupt zu? Und wozu führt das letztendlich?
    • Wessen Leben habe ich dann – am Ende meiner Tage – gelebt? Oder besser – wer hat mein Leben gelebt? Derjenige, dem ich die Verantwortung für mein Fühlen zugesprochen habe?
Fest steht – was auch immer ausgelöst hat, dass ich mich verletzt oder gekränkt fühle – es hat offenbar etwas mit mir zu tun! Wenn man das verstanden hat, dann ergeben sich daraus durchaus noch weitere Gedankenansätze und Fragen.
    • Warum fühle ich mich verletzt?
    • Woher kommt das Gefühl? Wodurch wurde es ausgelöst?
    • Was kann ich tun, um weitere ähnliche Verletzungen zu vermeiden?
    • Und – ganz wichtig – bin ich wirklich bereit die damit verbunden Konsequenzen zu tragen? Macht mich das dann glücklich(er) oder zufrieden(er)?
    • Wie gehe ich mit meinem Schmerz, meiner Wut und meiner Trauer um?
    • Was kann ich an meiner Kommunikation ändern oder verbessern?
    • Und – bin ich überhaupt zu irgendeiner Veränderung bereit?

Selbst in Situationen in denen man das Gefühl hat, dass einen das Leben ungerecht behandelt hat, wo man sich den Umständen hilflos ausgeliefert fühlt und in denen man vermeintlich nichts tun kann… selbst dann gibt es Möglichkeiten! Denn man hat IMMER die Wahl.

Ich habe zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit und die Chance Frieden zu schließen – mit mir und dem Leben.

Ich nenne das nicht nur Vertrauen in den Fluss des Lebens, sondern Gottvertrauen!

Gottvertrauen ist das Anerkennen einer universellen Macht, die größer ist als ich. Darauf zu vertrauen, das das Laben selbst nichts anderes will als LIEBE. Und dass es an nur an mir liegt mich zu entscheiden meinen Weg liebevoll – mit mir selbst und meinen Nächsten – zu gehen!

Denn: „Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede.“

In meinem Workshop Die Kunst zu verzeihen  erkunden wir unsere Fähigkeit, verzeihen zu können. Nicht nur damit unsere Wunden heilen dürfen, sondern vor allem um Verantwortung für unser Denken, Handeln und Tun zu übernehmen.

Wir beschäftigen uns u.a. mit diesen Themen:
  • Spiegelgesetze
    • Was bedeuten sie und welchen Einfluss haben sie auf dein Leben?
    • Was ist ihr praktischer Nutzen im Alltag?
  • Den Auswirkungen, die Verzeihen zu können, auf dein Leben und auch auf deinen Körper haben.
    • Du lernst viele praktische Übungen kennen und erfährst, wie du sie ganz leicht in den Alltag integrieren kannst.
  • Loslassen – klingt einfach... ist es auch!
    • Dazu bekommst jede Menge Tipps und Tricks von mir.
Dieser Workshop ist auch Teil meiner Seelengespräche und als Einzel- oder Gruppencoaching buchbar.

Näheres dazu findest Du hier!